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Hypnose
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Hypnose (abgeleitet von altgriechisch áœ•Ï€ÎœÎżÏ‚ hĂœpnos, deutsch ‚Schlaf‘) ist (die physiologische und psychologische Theorie der Hypnose zusammenfassend) ein „Zustand kĂŒnstlich erzeugten partiellen Schlafs in Verbindung mit einem verĂ€nderten Bewusstseinszustand“.cite-ref-1[1]

Als Hypnose werden bezeichnet:

‱ das Verfahren zum gezielten Erreichen einer hypnotischen Trance. Man spricht auch von „hypnotischer Induktion“ oder „Hypnose im engeren Sinne“.
‱ der Zustand der hypnotischen Trance. Diese Form der Trance ist gekennzeichnet durch einen tief entspannten Wachzustand und eine extrem eingeschrĂ€nkte und auf wenige Inhalte ausgerichtete Aufmerksamkeit.cite-ref-ekstatische-trance-2-0[2]

Die medizinische Hypnose wird auch als Hypnosedierung bzw. Hypnosedation bezeichnet.

Bei der Hypnose ging man ursprĂŒnglich davon aus, dass es sich um einen schlafĂ€hnlichen Zustand handelt. Als Hypnotiseur bezeichnet man die hypnotisierende Person, als Hypnotisand (auch: Proband, in der Hypnotherapie Patient oder Klient) die hypnotisierte Person. Eine Person kann auch beide Rollen ĂŒbernehmen, was als Auto- oder Selbsthypnose bezeichnet wird; in allen anderen FĂ€llen nennt man es Fremd- oder Heterohypnose. Eine hypnotische Trance wird mittels Hypnose induziert (Induktion), der Proband befindet sich in Hypnose oder in einer hypnotischen Trance. Zur Beendigung wird die Trance aufgelöst bzw. exduziert (Exduktion), der Hypnotisand wacht auf. Wird der Proband (zum Beispiel zwecks Vertiefung der Trance) aus der Trance geholt und kurz darauf wieder zurĂŒck in Trance versetzt, so spricht man von Fraktionierung. Im Rahmen der Hypnose werden dem Probanden ggf. verbale Anweisungen, sog. Suggestionen, gegeben, die direkt auf das Unbewusste wirken sollen.

Suggestionen, die auch nach Auflösung der Hypnose noch wirksam sein sollen, werden als posthypnotische Suggestionen bezeichnet. Unter posthypnotischer Suggestion treten messbare VerÀnderungen der Informationsverarbeitung im Gehirn auf. In neuropsychologischen Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren konnte gezeigt werden, dass dabei die AktivitÀt bestimmter Gehirnareale selektiv reduziert ist.cite-ref-raz-3-0[3]

Contents

‱ Geschichte
‱ Leerhypnose
‱ Hypnoanalyse
‱ Hypnodrama
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Begrifflichkeiten

Die Begriffe „Hypnose“ und „Trance“ werden hĂ€ufig synonym verwendet. Der österreichische Tranceforscher Giselher Guttmann plĂ€diert jedoch fĂŒr eine klare Differenzierung, da im Gegensatz zu anderen Trance-ZustĂ€nden unter Hypnose keine signifikant verĂ€nderte elektrische AktivitĂ€t in der Großhirnrinde stattfindet als im normalen Wachzustand.cite-ref-ekstatische-trance-2-1[2]

Geschichte

Die moderne Wissenschaft nahm die seit dem Altertum bekannte Hypnose um 1770 als ein von magisch-religiösem Hintergrund gelöstes PhĂ€nomen wahr. Franz Anton Mesmer experimentierte mit Magneten, die er Patienten auflegte. Er nannte den Effekt Magnetismus animalis, schrieb jedoch die WirkungskrĂ€fte den Magneten zu. Aufgrund von Mesmers PopularitĂ€t nannte man den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch „Mesmerisieren“; ein Ausdruck, der im zeitgenössischen Englisch noch existiert (to mesmerize ‚hypnotisieren‘). Alfred Russel Wallace meinte mit Hilfe des Mesmerisierens die Gallsche SchĂ€delkarte nachweisen zu können.cite-ref-engels-4-0[4] Friedrich Engels kritisierte in einem zu Lebzeiten unveröffentlichten Text den Mesmerismus (in seiner SpĂ€tphase oft synonym mit „Somnambulismus“) und Wallace’ Theorien als Irrglauben und SelbsttĂ€uschung. Nach eigener Darstellung habe Engels einen zwölfjĂ€hrigen Jungen ohne Magnete durch „gelindes Anstieren oder Bestreichen“ in einen hypnotischen Zustand versetzt, um dann den Jungen die Wirkung selbsterfundener gallscher SchĂ€delbereiche nacherleben zu lassen. Er kommt zum Schluss, dass sich immer erst Effekte einstellten, wenn dem „Patienten zu verstehn gegeben [wurde], was von ihm erwartet wurde“.cite-ref-engels-4-1[4] Der Glaube des Hypnotiseurs an die SchĂ€delkarte ließ unbewusst die gewĂŒnschten Effekte beim Hypnotisierten eintreten, wie auch den Magneten WirkkrĂ€fte zugeschrieben wurden, welche durch andere Ursachen entstanden.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts fand eine begriffliche und konzeptionelle Wandlung vom „animalischen Magnetismus“ zum „Hypnotismus“cite-ref-5[5] statt. GerĂ€te wie das Hypnoskop entstanden.

In Großbritannien standen relativ viele Menschen dem Prozess des „Mesmerisierens“ kritisch gegenĂŒber. Trotzdem besuchte der englische Augenchirurg James Braid einen Auftritt des Magnetiseurs LaFontaine, des Enkels des Fabeldichters, und stellte fest, dass das Flattern der Augenlider nicht willentlich ausgelöst werden konnte. Er experimentierte daraufhin mit Versuchspersonen, die er bat, glĂ€nzende GegenstĂ€nde zu fixieren, um sie damit in einen Trance-Zustand zu geleiten. Im Laufe der Zeit verwarf er die Ideen des Magnetischen Animalismus und stellte die Theorie von hirnphysiologischen VerĂ€nderungen, die wĂ€hrend einer Trance stattfinden sollten, auf. Braid fĂŒhrte zahlreiche Augenoperationen in Hypnose durch und eröffnete damit die Debatte um weitere Anwendungs- und Behandlungsmöglichkeiten.cite-ref-6[6]

Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy (Ambroise-Auguste LiĂ©beault, Hippolyte Bernheim) und Paris (Jean-Martin Charcot) fĂŒhrend in der Erforschung der Hypnose. Sigmund Freud wurde 1885 bei Jean-Martin Charcot in Paris auf die Experimente von Mesmer aufmerksam und versuchte selbst diese Methode, um Patienten zu behandeln. Dies wurde zum Ausgangspunkt seiner Studien ĂŒber Hysterie. SpĂ€ter ließ er diese Methode jedoch wieder fallen und widmete sich seiner Technik der freien Assoziation.

In den 1930er Jahren traten unter anderem Ferenc Völgyesi und Erik Jan Hanussen als Hypnotiseure auf.

Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zunĂ€chst durch Oskar Vogt (1870–1959), dann durch dessen SchĂŒler Johannes Heinrich Schultz (1884–1970), der daraus das autogene Training entwickelte, und spĂ€ter durch Klaus Thomas.

Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose wesentlich weiterentwickelt durch Milton H. Erickson (indirekte Hypnose), Kroger und Dave Elman (autoritĂ€re Hypnose). In England gilt John Hartland als einer der bekanntesten Hypnotiseure. Sein Buch Dictionary of Medical and Dental Hypnosis zĂ€hlt zum offiziellen Ausbildungslehrwerk fĂŒr britische HypnoseĂ€rzte. Erickson begrĂŒndete eine neue Form der Hypnotherapie, die heute als die modernste Form gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden, wie z. B. das Neuro-Linguistische Programmieren, entwickelten.

In Frankreich prĂ€gte nach 1945 insbesondere LĂ©on Chertok die Hypnose und in weiterer Folge François Roustang, der eine phĂ€nomenologische Betrachtung in seinem Hauptwerk „Was ist das – die Hypnose?“cite-ref-7[7] unternahm.

Einleitung der hypnotischen Trance – Tranceinduktion

Die Tranceinduktion ist die Einleitung einer hypnotischen Trance (Form der Tiefenentspannung bei wachem Bewusstseinszustand). Dabei wird eine Konstellation unterstellt, bei der eine Person versucht, bei einer anderen Trance-PhÀnomene hervorzurufen. AbhÀngig von der Vorgehensweise werden direkte und indirekte Methoden unterschieden.

Den Hypnosetechniken ist gemeinsam, dass sie das Bewusstsein mit wenig aufmerksamkeitsfordernden TÀtigkeiten beschÀftigen und so dessen Kritik gezielt umgehen und schrittweise ausschalten. Auf diese Weise verliert das Bewusstsein seine beherrschende Stellung, die KritikfÀhigkeit wird eingeschrÀnkt und das Unbewusste wird direkt ansprechbar. Welche Suggestionen oder Methoden am besten geeignet sind, ist vom Probanden und von den nÀheren UmstÀnden abhÀngig.

Förderlich bis notwendig sind fĂŒr die Induktion Sicherheit und Geborgenheit, beides kann auch suggeriert werden, Musik kann ebenfalls helfen. Die Suggestionen werden meist wiederholt oder enthalten selbst Wiederholungen, auch Monotonie wirkt hypnotisierend. Die Körperhaltung ist nicht ausschlaggebend. Der Proband sollte sich jedoch entspannen können.

UrsprĂŒnglich pflegten Hypnotherapeuten (zu Beginn seiner Karriere auch Milton Erickson) zu sagen:

„Stellen Sie die Beine locker nebeneinander, legen Sie die HĂ€nde auf die Oberschenkel, atmen Sie tief und begeben Sie sich in Trance.“cite-ref-8[8]

SpĂ€ter lernte Erickson die Hypnose weniger direktiv einzuleiten (Utilisation). Dazu benutzte er zusammengesetzte Suggestionen, z. B. Implikationen oder Wenn-dann-Aussagen: „Wenn Sie sitzen, können Sie in eine Trance eintreten“, oder „Wenn Sie jetzt Ihre Beine nebeneinanderstellen und Ihre HĂ€nde bequem auf die Oberschenkel legen, können Sie in eine Trance eintreten.“ Diese Suggestionen enthielten jeweils ein Element, das der Klient bereits akzeptierte oder das bereits realisiert war, wobei ein zweites Element durch die VerknĂŒpfung mit dem ersten an suggestiver Kraft gewann.cite-ref-9[9]

Üblicherweise wird Entspannung suggeriert oder direkt durch progressive Muskelentspannung herbeigefĂŒhrt. Eine andere Herangehensweise ist das Angleichen von normalerweise unbewusst ablaufenden Prozessen (z. B. Atmung oder Lidschlag) an die Suggestionen („Pacing and Leading“). Mithilfe passender Suggestionen kann sogar die Hypnose selbst eingeredet werden. Dabei werden gelegentlich Stufen von einer bestimmten Anzahl langsam abwĂ€rts gezĂ€hlt; mit jeder Stufe wird eine zunehmende Entspannung angestrebt, bis mit der letzten Stufe die Hypnose induziert sein kann. Auch Kombinationen verschiedener Techniken sind denkbar.

Die Trance kann nach Belieben vertieft werden, wenn der Proband keine unbewussten WiderstÀnde gegen eine Vertiefung der Trance leistet. Meistens analog dazu nimmt die KritikfÀhigkeit des Bewusstseins ab.

Eine hypnotische Trance kann verschiedenartig induziert werden. Grundlegend wird zwischen

‱ direkten (autoritĂ€ren, paternalen) und
‱ indirekten (permissiven, maternalen) Verfahren unterschieden.

WÀhrend die direkte Variante meist mit befehlsÀhnlichen Suggestionen arbeitet, haben die Sprachmuster der indirekten einen eher erlaubenden oder gewÀhrenden Charakter.

Direkte Methoden

Direkte Methoden basieren im Kern auf Aufmerksamkeitsabsorption beziehungsweise Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine Sache. Hierzu können (nahezu) alle Sinne eingesetzt werden.

Bekannt ist die Augenfixation, bei der das „Anstarren“ eines Objekts die Augenmuskeln ermĂŒdet und die Neigung, in Trance zu gehen, verstĂ€rkt. Durch den Einsatz von Karten mit KomplementĂ€rfarben, die betrachtet werden, wird die Augenfixation verstĂ€rkt. Mit akustischer UnterstĂŒtzung arbeitet die Augen-ZĂ€hl-Methode. Der Hypnotiseur zĂ€hlt von hundert rĂŒckwĂ€rts und fordert den Probanden auf, bei geraden Zahlen die Augen zu schließen und bei ungeraden zu öffnen.

Weiterhin können sprachliche Formen (Anweisungen) und akustische Elemente eingesetzt werden. Letzteres sind ĂŒberwiegend gleichförmige und beruhigende KlĂ€nge oder auch MusikstĂŒcke. Anweisungen stellen in der Regel die zentrale Form der Tranceinduktion dar. Im Gegensatz zur indirekten Induktion haben die sprachlichen Formen bei der direkten Methode direktiven (bestimmenden) Charakter.

Neben visuellen und akustischen Methoden werden auch haptische (BerĂŒhrungen), olfaktorische (DĂŒfte), chemische (Medikamente) und motorische Methoden eingesetzt.

Wichtig ist neben dem EinverstĂ€ndnis des Probanden ĂŒber den Einsatz einer direkten Induktionsmethode auch die positive Einstellung und Erwartung gegenĂŒber der gewĂ€hlten Methode. Auch das entstehende autoritĂ€re Beziehungsmuster muss der Proband wĂŒnschen oder zumindest akzeptieren. In diesem Beziehungsmuster hat der Hypnotiseur die vorgebende und dominierende Rolle, wĂ€hrend der Proband eine passive, sich unterordnende Rolle innehat.

Die beschriebenen Methoden bedĂŒrfen der Anwesenheit einer anderen Person (z. B. Hypnotiseur). Im Alltag kann jedoch eine Induktion und damit eine Trance auch durch UmweltphĂ€nomene auftreten. Daher lĂ€sst sich Hypnose auch als eine FĂ€higkeit beziehungsweise eine Verhaltensweise begreifen, welche unter begĂŒnstigenden UmstĂ€nden – wie zum Beispiel monotone Reize und Rhythmen – unwillkĂŒrlich oder beabsichtigt an den Tag gelegt werden kann.cite-ref-10[10]

Blitzinduktion

Eine besondere Rolle spielen die Blitzinduktionen, die eine Trance oftmals innerhalb weniger Sekunden induzieren können, aber eine hohe Erwartungshaltung und ein Überraschungsmoment benötigen. Beide Komponenten erlauben es dem Hypnotisanden, sehr schnell in eine Trance zu gelangen. Die Blitzinduktion wird ĂŒberwiegend im Showbereich und nur selten im therapeutischen Kontext genutzt, wobei spontane Einschlaf-Erlebnisse, wie sie – ob subjektiv als real empfunden oder nicht – in sogenannten Show-Hypnosen prĂ€sentiert werden, nichts mit der therapeutischen Hypnose zu tun haben, denn bei letzterer handelt es sich um eine wissenschaftliche Technik zur Tiefenentspannung bei beibehaltenem Wachbewusstsein.

Auflösung der hypnotischen Trance

Jede hypnotische Trance bzw. Tiefenentspannung bedarf der Auflösung. Dazu wird mit Hilfe von Suggestionen der Zustand vor der Tiefenentspannung wiederhergestellt. Sonstige gegebene Suggestionen mĂŒssen durch entsprechende Gegensuggestionen aufgehoben werden. Die Auflösung geht normalerweise schneller vonstatten als die Einleitung, sollte jedoch niemals ĂŒberstĂŒrzt vorgenommen oder gar vernachlĂ€ssigt werden. Wenn dem Organismus nicht genĂŒgend Zeit fĂŒr die Umstellung gegeben wird, um etwa die TĂ€tigkeit des Herz-Kreislauf-Systems wieder auf Normalwerte zu regulieren, kann es beispielsweise zu Kopfschmerzen kommen. Wenn eine Amnesie suggeriert wurde und man sich dabei in sehr tiefer Trance befand, kann man sich trotz des wachen Bewusstseinszustandes wĂ€hrend der Hypnose unter UmstĂ€nden nicht an alle Details der Sitzung erinnern. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden, um den Klienten aus der therapeutischen Trance zurĂŒckzuholen. Die mit bekannteste ist das AufwĂ€rtszĂ€hlen (z. B. von der Zahl 1 bis zur Zahl 5), wobei jede Zahl mit einer Suggestion verbunden wird, die dem Stabilisieren der Körperfunktionen auf normale Zustandswerte dient.

Wenn doch einmal die Trance nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ aufgelöst worden ist, sollte sie nochmals kurz eingeleitet und danach komplett aufgelöst werden können.

Spontane Auflösung

Wenn von außen Reize auf den Hypnotisanden einwirken, die einen Schreck oder auch Schock bei ihm auslösen (z. B. Feueralarm), holt sich dieser von selbst aus der Trance heraus. Bei einer unbeabsichtigten bzw. ungewollten Auflösung kann eine Nachbearbeitung durch den Hypnotiseur indiziert sein, um möglichen leichteren Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen vorzubeugen. Nach einem unangekĂŒndigten lĂ€ngeren Zeitraum ohne Suggestionen wird die Trance automatisch in einen bestimmten Tiefenentspannungszustand ĂŒbergehen; aus diesem holt sich der Hypnotisand auch ganz normal heraus, wodurch allerdings die Suggestionen nicht alle automatisch auch aufgehoben werden. Es kann also unter UmstĂ€nden notwendig sein, die Hypnose neu einzuleiten und diverse Suggestionen wieder zurĂŒckzunehmen.

Stadien der Trance

In Hypnose und Hypnotherapie werden mehrere Stadien der Trance unterschieden. Je nach angestrebtem Zweck der Hypnose ist es erforderlich, die Trance nach einer Induktion noch weiter zu vertiefen. Im Allgemeinen unterscheidet man die nachfolgenden BewusstseinszustÀnde im Zusammenhang mit der Trance:cite-ref-11[11]

| Stadium | Definition |
|---|---|
| Wachzustand | Die hypnotisierte Person ist bei vollem Bewusstsein . |
| Leichte Trance | Die hypnotisierte Person ist entspannt und konzentriert. Dieses Stadium kann bspw. mittels Induktion erreicht werden. |
| Mittlere Trance | Die hypnotisierte Person ist anfĂ€llig fĂŒr Suggestion ; Katalepsie kann erreicht werden. Der Zustand kann ĂŒber eine einfache Induktion wie die Augenfixation erreicht werden und zeigt sich durch typisches „Augenflattern“. Die mittlere Trance ist in der Induktion nach Elman ein Übergangsstadium zur tiefen Trance. |
| Tiefe Trance / Somnambulismus | Die hypnotisierte Person ist am anfĂ€lligsten fĂŒr Suggestion; durch den Hypnotiseur bzw. Therapeuten können bei ihr SinneseindrĂŒcke (bspw. lebhafte Wahrnehmung eines gedanklichen Bildes) herbeigefĂŒhrt werden. Der Zustand ist durch schnelle Augenbewegungen, Ă€hnlich wie im REM-Schlaf , bemerkbar. Sowohl analytische Psychotherapie unter Hypnose als auch Hypnotherapie werden i. d. R. in diesem Stadium der Trance durchgefĂŒhrt; er kann bspw. durch die Induktion nach Elman oder eine einfache Induktion mit anschließender Vertiefung der Trance erreicht werden. |

Anwendungsgebiete und Wirksamkeit

Hypnotherapie

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Hauptartikel

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Hypnotherapie

Hypnose findet in der Hypnotherapie, auch Hypnosepsychotherapie genannt, Anwendung. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt. Insbesondere wurden mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) hirnphysiologische Korrelate von Trance-ZustÀnden klar nachgewiesen. Bereits wenige Sitzungen können eine deutliche VerÀnderung bewirken; entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der (Psycho-)Therapie verwendet.

Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörungen, zur Steigerung des SelbstwertgefĂŒhls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogrammcite-ref-12[12] konnte Reduzierung der SchmerzstĂ€rke nachgewiesen werden.

Der Einsatz der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Sie gehört zu den von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und wird als ErgĂ€nzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt. In Österreich ist Hypnotherapie – unter dem Namen „Hypnosepsychotherapie“cite-ref-13[13] – eine eigenstĂ€ndige anerkannte Psychotherapierichtung auf tiefenpsychologischer Basis, insbesondere, wie in Deutschland und in vielen anderen LĂ€ndern, unter Einbeziehung der Technik und des Menschenbildes von Milton H. Erickson.

Selbsthypnose

Wird die Trance ohne Fremdhilfe induziert, wird von Selbsthypnose (auch Autohypnose) gesprochen. Selbsthypnose, wie sie erstmalscite-ref-14[14] 1841 James Braid an sich vorgenommen hatte, ist grundsĂ€tzlich nicht schwieriger als von einem GegenĂŒber hypnotisiert zu werden. WĂ€hrend die heterogene Hypnose (durch einen Hypnotiseur induzierte Trance) keine Erfahrung des Hypnotisanden voraussetzt, ist bei der Selbsthypnose ein tieferer und stabiler Trancezustand oft nur nach einiger Übung zu erreichen.cite-ref-15[15] Eine bekannte Selbsthypnose-Methode stellt das Autogene Training dar. Einige Techniken der Selbsthypnose weisen Ähnlichkeiten mit der Autosuggestion auf. Wissenschaftliche Studien begrĂŒnden die Annahme, dass jede heterogene Hypnose als Selbsthypnose unter Anleitung verstanden werden kann.

Leerhypnose

Bei einer Leerhypnose werden nach der Einleitung keine Suggestionen mehr gegeben, bis die Trance aufgelöst wird. Es wird lediglich der entspannende Zustand genossen. Eine Leerhypnose ist bei Fremd- wie bei Selbsthypnose gleichermaßen möglich.

Hypnose in der Medizin

Es gibt Hinweise, dass der Einsatz von Hypnose als alleiniges schmerztherapeutisches Verfahren oder in Kombination mit AnĂ€sthesieverfahren (HypnoanĂ€sthesie) positive Effekte auf den Patienten wĂ€hrend einer Operation (etwa in RegionalanĂ€sthesie)cite-ref-16[16] oder das Ergebnis von Operationen hat. Die bisher verfĂŒgbaren Daten beruhen jedoch auf sehr unterschiedlichen Studien mit kleinen Fallzahlen, so dass eine abschließende Bewertung nicht möglich ist.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Dieselbe Situation findet sich bei der Anwendung in der Geburtshilfe, um Anspannung und Schmerz zu lindern (z. B. Hypnobirthing).cite-ref-19[19] Eine Metaanalyse von 34 Studien mit insgesamt 2597 Patienten hat ergeben, dass Hypnose Schmerzen lindern, psychische Belastung vermindern und die Genesung nach Operationen fördern kann.cite-ref-doi10-1016-j-cpr-2013-03-005-20-0[20]

In der Zahnmedizin wird die Hypnose ebenfalls zur UnterstĂŒtzung der AnĂ€sthesie eingesetzt.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Hierbei werden die Patienten mittels Konfusionstechnik in Trance gehalten und von der Behandlung abgelenkt. Außerdem kann sie bei der Überwindung einer Zahnbehandlungsphobie helfen.cite-ref-23[23]

Kontraindikationen fĂŒr eine klinische Hypnose sind floride Psychosen (schizophrene Psychosen, schwere endogene Depression), schwere Zyklothymien (mit manischen Phasen) und Rauschmittelmissbrauch in der Anamnese sowie Demenz, DebilitĂ€t und Ketamingabe.cite-ref-24[24]

Hypnose und Schwangerschaft

In der Schwangerschaft wird Hypnose angewendet, um prĂ€natalem Stress entgegenzuwirken.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Sie ist Studien zufolge geeignet, subjektiven Stress und Ängste rund um die Geburt zu reduzieren und das Wohlbefinden von Frauen wĂ€hrend der Geburt und allgemeiner in der Perinatalperiode zu verbessern.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]

Die Arbeit mit Schwangeren zur (positiven) Beeinflussung des Schwangerschaftsverlaufs gilt in Deutschland als Heilbehandlung.cite-ref-29[29] Eine Hypnosebehandlung in der Schwangerschaft kann durch entsprechend qualifizierte Hebammen angeboten werden, vor dem Einsetzen von Geburtswehen auch durch entsprechend qualifizierte Heilpraktiker; bei weitergehenden Behandlungen greift ein Arztvorbehalt.cite-ref-30[30]

Hypnoanalyse

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Hauptartikel

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Hypnoanalyse

Andere Bezeichnungen fĂŒr die Hypnoanalyse sind analytische Hypnose, psychodynamische Hypnotherapie oder hypnodynamisch orientierte Psychotherapie. Allen gemeinsam ist, dass Hypnose im Kontext einer tiefenpsychologischen Arbeit zum Einsatz kommt. Sie unterstĂŒtzt die klassische Psychoanalyse durch die Verwendung von TrancephĂ€nomenen. So kann in Trance die Aufmerksamkeit stĂ€rker auf den Gegenstand fokussiert, der Inhalt einer Hypnose (wie eine Altersregression) zum Gegenstand der Analyse gemacht oder aber die Arbeit am Widerstand gegen die Erkenntnis deutlich reduziert werden. Im Rahmen einer Hypnoanalyse können unbewusste emotionale Konflikte aufgedeckt werden, in diesem Zusammenhang spricht man auch von einer „aufdeckenden Hypnose“. Auch bereits bewusste emotionale Konflikte können in der Trance bearbeitet werden, dabei kommt es hĂ€ufig zu Abreaktionen von aufgestauten negativen GefĂŒhlen, die im Rahmen von frĂŒher durchlaufenen Abspaltungsprozessen verdrĂ€ngt vorliegen und im Wachzustand nicht zugĂ€nglich sind.

Hypnodrama

Im Jahre 1950 veröffentlichte Jacob Levy Moreno gemeinsam mit James M. Enneis erstmals die Verbindung von Hypnose und Psychodrama in seinem Psychodrama-Sanatorium Beacon bei New York. Patienten nahmen in hypnotischer Trance an einer psychodramatischen Behandlung teil oder erlebten durch posthypnotische AuftrĂ€ge eine intensive Katharsis. Ab 1976 hat Hans-Werner Gessmann in Deutschland im Psychotherapeutischen Institut Bergerhausen diese Konzepte erstmals aufgegriffen und gemeinsam mit Helen Singer Kaplan entsprechend einem humanistischen Konzept modifiziert fĂŒr die Behandlung von sexuellen Problemen genutzt.cite-ref-31[31]

Sonstige Anwendungsgebiete

‱ NikotinabhĂ€ngigkeit: Im Jahr 2009 haben laut einer Studie der EuropĂ€ischen Kommission 2 Prozent der Befragten Hypnose oder Akupunktur genutzt, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die Wirksamkeit der Hypnotherapie wurde in einer Studie nachgewiesen.cite-ref-hypnostudie1-32-0[32]
‱ PrĂŒfungsangst: Die Wirksamkeit der Hypnotherapie wurde in einer Studie nachgewiesen.cite-ref-hypnostudie1-32-1[32]
‱ Flugangst: Die Wirksamkeit der Hypnotherapie wurde in einer Studie nachgewiesen.cite-ref-hypnostudie1-32-2[32]
‱ Zahnbehandlungsangst: Laut einer Metastudie ist Hypnose wirksamer als Musik, Entspannung, AufklĂ€rung und Ablenkung.cite-ref-33[33]
‱ Schlafstörungen: Die Wirksamkeit der Hypnotherapie wurde in einer Studie nachgewiesen.cite-ref-hypnostudie1-32-3[32]
‱ Neurodermitis: Die Wirksamkeit der Hypnotherapie wurde in einer Studie nachgewiesen.cite-ref-hypnostudie1-32-4[32]
‱ AufklĂ€rung von Verbrechencite-ref-34[34]cite-ref-35[35] und Erinnerung an Vergessenes.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] Siehe auch Hypnotische Regression.
‱ Show-Hypnose: In BĂŒhnenshows wird Hypnose verwendet, wobei unklar ist, welche Wirkungen echt sind. Der Hypnotiseur Manfred Knoke erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde, indem er im Jahr 1987 in sechs Tagen 1811 Bochumer hypnotisierte.cite-ref-38[38] Siehe auch Kataleptische BrĂŒcke und Blitzinduktion.
‱ Tier-Hypnose: In BĂŒhnenshows wurde auch die Schreckstarre bei Tieren ausgenutzt, um sie hypnotisiert scheinen zu lassen.
‱ Hypnotische Regression: Angebliche Reise in persönliche Seelen-Vergangenheiten, RĂŒckkehr in vergangene Leben (Past Life Regression) und Zwischenleben (Life between Lives). Es gab Behauptungen, dass Xenoglossie, die angebliche FĂ€higkeit, eine fremde Sprache sprechen zu können, ohne sie gelernt zu haben, unter Hypnose auftrĂ€te.cite-ref-39[39]
‱ Tiefschlafphase: Forscher von der UniversitĂ€t ZĂŒrich haben unter der Regie von Björn Rasch eine Voruntersuchung ĂŒber Wirkungen der Hypnose auf die Tiefschlafphase von 70 jungen, gesunden Probandinnen durchgefĂŒhrt, die jedoch leicht fĂŒr hypnotische Suggestion zugĂ€nglich waren (und im Vorfeld auf ihre Hypnotisierbarkeit hin getestet wurden). Laut Rasch sind 50 % aller Menschen hoch suggestibel. Die Tiefschlafphase wird im Zusammenhang von positiven Wirkungen auf das Immunsystem, den Stoffwechsel und das GedĂ€chtnis diskutiert (im Alter nimmt das GedĂ€chtnis ab und gleichzeitig verringert sich die Tiefschlafphase, wobei nicht gesichert ist, ob hier ein KausalverhĂ€ltnis oder nur eine Korrelation besteht). Der HĂ€lfte der Probandinnen wurde dabei entweder eine Hypnose vorgespielt und der anderen HĂ€lfte, als Placebo, eine Dokumentation ĂŒber Rohstoffvorkommen. Der durchschnittliche Tiefschlaf der Frauen bei einer Schlafdauer von 90 Minuten betrug 23 Minuten bei denen, welchen die Hypnose abgespielt wurde und 14 Minuten bei denen, welchen das Rohstoffband abgespielt wurde. Eine weitere Vorstudie zeigte jedoch keine Effekte auf den Tiefschlaf von Frauen, die nicht hoch suggestibel sind: Diese wiesen sogar eine kĂŒrzere Tiefschlafphase auf als die Placebogruppe mit dem Rohstoffband (diese Feststellung der zweiten Vorstudie befinde sich laut Rasch dann auch im Einklang mit anderen Hypnostudien). Entscheidend sei auch bei hoch suggestiven Menschen die Art der Hypnose. Kritisch anzumerken ist, dass die Teilnehmerzahl dieser Pilotstudie sehr gering ist und das Feld der Probandinnen schon im Vorfeld eingegrenzt wurde. Ob die Hypnose Nebenwirkungen aufweise, ist unklar.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]

Schaden durch Hypnose

Bei der Anwendung von Hypnose können zwei verschiedene Arten von SchĂ€den auftreten: unbeabsichtigte körperliche und psychische UnfĂ€lle sowie SchĂ€digungen aufgrund egoistischer Motive des Hypnotiseurs oder aufgrund ĂŒbertriebener Suggestionen zur Befriedigung der Sensationslust (BĂŒhnenhypnose). Beispiele fĂŒr ungewollte psychische „UnfĂ€lle“ sind Kopfschmerzen, Auslösung latenter Depressionen, Manien oder Psychosen, und Retraumatisierung durch reaktivierte belastende Erinnerungen. Bewusst herbeigefĂŒhrte SchĂ€digungen können sein: Seelische Verletzungen durch BeschĂ€mung und Erniedrigung (Showhypnose), sexuelle Überrumpelung wĂ€hrend der Trance, sexueller Missbrauch einer durch Hypnose (wiederholt) beeinflussten Beziehung, Anstiftung zur SelbstschĂ€digung (finanzielle Ausbeutung, Selbstmord) sowie Anstiftung zu Verbrechen (Diebstahl, Verletzung, Mord).cite-ref-43[43] Aufsehenerregend bezĂŒglich einer Verbrechensanstiftung waren die UmstĂ€nde des Mordes an Bob Kennedy, nach dem u. a. die Aussagen des AttentĂ€ters Sirhan vermuten ließen, er habe einen posthypnotischen Auftrag ausgefĂŒhrt.

In der Rechtsprechung hat man auf diese Möglichkeiten der „Suggestion zu antisozialen Handlungen“ reagiert und Entscheidungsanmerkungen verfasst.cite-ref-44[44]

Das Thema der potentiellen kriminellen Macht von Hypnose wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert.cite-ref-45[45] Die Frage, ob ein Mensch durch Hypnose zu Handlungen bewegt werden kann, denen er unter gewöhnlichen UmstĂ€nden nicht zugestimmt hĂ€tte, konnte aufgrund schwer erforschlicher subjektiver Aspekte nicht abschließend geklĂ€rt werden.cite-ref-46[46]

Hypnose-Fachgesellschaften

Es gibt verschiedene Fachgesellschaften fĂŒr Hypnotiseure. Die meisten davon nehmen nur Mitglieder auf, die aktive Hypnotiseure bzw. Hypnotherapeuten sind. 1955 grĂŒndete Johannes Heinrich Schultz die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Ă€rztliche Hypnose und autogenes Training (DGÄHAT), wobei der Fokus allerdings auf Letzterem lag. 1978 kam es zur GrĂŒndung der Milton Erickson Gesellschaft fĂŒr klinische Hypnose (M.E.G.),cite-ref-47[47] 1982 zur GrĂŒndung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Hypnose (DGH), 1995 dann zur GrĂŒndung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr zahnĂ€rztliche Hypnose (DGZH) und 2007 zur GrĂŒndung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Autosystemhypnose e. V.cite-ref-48[48] In Österreich existiert die ÖGATAP Österreichische Gesellschaft fĂŒr angewandte Tiefenpsychologie und allgemeine Psychotherapie mit dem Fachspezifikum Hypnosepsychotherapie.

Manche Gesellschaften haben bestimmte Aufnahmebedingungen fĂŒr Mitglieder (wie zum Beispiel die Ă€rztliche oder zahnĂ€rztliche Approbation). Die meisten Gesellschaften bieten die Möglichkeit einer Beratung fĂŒr potenzielle Patienten oder Klienten und sind international vernetzt.

Hypnose in der Literatur

Hypnose ist ein hĂ€ufiges Thema in der Literatur, die dann oft volkstĂŒmliche Deutungen dieses PhĂ€nomens bietet. EinschlĂ€gige Beispiele sind die Schauerromane Die weißen Rosen von Ravensberg (1896) von Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem und Dracula (1897) von Bram Stoker. In beiden Romanen wird die Hypnose mit außersinnlicher Wahrnehmung in Verbindung gebracht.

Die Vorstellung, man könne Menschen durch „Hypnose-Strahlen“ fernsteuern, ist ein wiederkehrendes Motiv in Pulp-Romanen und Comics, so etwa in Micky Maus (Blaggard Castle, 1932), Spirou (Der Plan des Zykloptrop, 1959) oder Green Lantern.cite-ref-49[49]

Siehe auch
Literatur

BĂŒcher

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‱ Adolf Albrecht FriedlĂ€nder: Die Hypnose und die Hypno-Narkose. Verlag von Ferdinand Enke, Stuttgart 1920; Textarchiv – Internet Archive (neuere Auflagen: Bremen University Press, ISBN 978-3-95562-911-3).
‱ Tony Gaschler: Moderne Hypnosetechnik. 3. Auflage. Steiner-Verlag, 2007, ISBN 978-3-936612-13-4.
‱ Reinh. Gerling: Hypnotische Unterrichtsbriefe zur EinfĂŒhrung in die Praxis des Hypnotismus, nebst Anleitung zur Abhaltung eines Experimental-Vortrages ĂŒber Hypnose und Suggestion. 5. Auflage. Orania-Verlag, Berlin/Oranienburg 1920.
‱ Ewald Hecker: Hypnose und Suggestion im Dienste der Heilkunde. Wiesbaden 1893.
‱ Jeannot Hoareau: Klinische Hypnose. Mit einem Geleitwort von Christian Kinzel. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln 1996 (frz.: Hypnose clinique. Masson Editeur, Paris 1992). – Anzeige: W. Schweizer, in: Deutsches Ärzteblatt 1996; 93(42): A-2667 / B-2275 / C-2021.
‱ Agnes Kaiser-Rekkas: Klinische Hypnose und Hypnotherapie. Auer, Heidelberg 2001, ISBN 3-89670-224-6.
‱ Agnes Kaiser-Rekkas: Im Atelier der Hypnose. Carl Auer, Heidelberg, 2003, ISBN 978-3-89670-498-6.
‱ Hans-Christian Kossak: Hypnose. Ein Lehrbuch. Psychologie-Verlags-Union, Weinheim 1989, ISBN 3-621-27146-5.
‱ Arthur Kronfeld: Hypnose und Suggestion (Reihe: Wege zum Wissen, Nr. 11). Ullstein, Berlin 1924 (Übers.: Sankt Petersburg (Leningrad) 1925, Moskau 1927; Prag 1931; Tallinn 1991).
‱ Leslie M. LeCron: Fremdhypnose – Selbsthypnose – Technik und Anwendung im tĂ€glichen Leben. Ariston, Kreuzlingen/MĂŒnchen 1973, ISBN 3-7205-1414-5.
‱ LĂ©on Chertok: Hypnose – Theorie, Praxis und Technik eines psychotherapeutischen Verfahrens. Fischer, 1984, ISBN 3-596-42102-0.
‱ W. J. Meinhold: Das große Handbuch der Hypnose – Theorie und Praxis der Fremd- und Selbsthypnose. Revidierte und erweiterte Neuauflage. CO’MED, 2010, ISBN 978-3-934672-41-3.
‱ W. J. Meinhold: Psychotherapie in Hypnose – Was jeder darĂŒber wissen sollte. Artus, Mannheim 1993, ISBN 3-926654-07-4.
‱ Björn Migge: Hypnose und Hypnotherapie – Grundlagen und Praxis fĂŒr Coaching und Kurzzeittherapie. Beltz, Weinheim/Basel 2018, ISBN 978-3-407-36642-9.
‱ Paul Polzien: Über die Physiologie des hypnotischen Zustands als eine exakte Grundlage fĂŒr die Neurosenlehre. Basel / New York 1959.
‱ Dirk Revenstorf, B. Peter (Hrsg.): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Springer, Berlin 2001, ISBN 3-540-67480-2.
‱ Revenstorf u. a.: Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie 2003 (PDF; 2,0 MB). Expertise fĂŒr den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie.
‱ François Roustang: Was ist das – die Hypnose? (Hrsg. Patricia Auer, Armin Weinrath) Turia + Kant, Wien/Berlin, 2025.
‱ G. Schmidt: EinfĂŒhrung in die hypnosystemische Therapie und Beratung. Auer, Heidelberg 2005, ISBN 3-89670-470-2.
‱ Heinrich Wallnöfer: Seele ohne Angst. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1968 (online).

EintrĂ€ge in Nachschlagewerken zum Stichwort „Hypnose“

‱ Friedrich Kirchner: Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe. DĂŒrr, Leipzig 1907.
‱ Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe. 2. völlig neu bearbeitete Auflage. Mittler & Sohn, Berlin 1904.
‱ Otto DornblĂŒth: Klinisches Wörterbuch: Die KunstausdrĂŒcke der Medizin erlĂ€utert. 13. und 14. vollkommen umgearbeitete Auflage (von Emil Banwarth). Verlag de Gruyter, Berlin 1927.
‱ Michael Laier: Hypnose. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 648 f.

Zeitschriften

‱ The American journal of clinical hypnosis, seit 1958.
‱ Experimentelle und Klinische Hypnose (ExKli). Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Hypnose (DGH) (1983–2002).
‱ Hypnose und Kognition (HyKog). Zeitschrift der Milton Erickson Gesellschaft fĂŒr klinische Hypnose (M.E.G.) (1984–2004).
‱ Hypnose. Zeitschrift fĂŒr Hypnose und Hypnotherapie (seit 2005), ISSN 1862-4731.
‱ Deutsche Zeitschrift fĂŒr zahnĂ€rztliche Hypnose (DZzH). Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ZahnĂ€rztliche Hypnose e. V.

Weblinks

Commons

: Hypnose

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– Zitate

Wiktionary: Hypnose

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Literatur von und ĂŒber Hypnose im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Portal der deutschsprachigen medizinischen Hypnose

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Michael Laier: Hypnose. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): EnzyklopĂ€die Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 648 f.
cite-note-ekstatische-trance-22. ↑ Nana Nauwald, Felicitas D. Goodman und Freunde: Ekstatische Trance. Rituelle Körperhaltungen und Ekstatische Trance. 4. Auflage. Binkey Kok, Haarlem (NL) 2010, ISBN 978-90-74597-81-4, S. 36.
cite-note-raz-33. ↑ A. Raz, J. Fan, M. I. Posner: Hypnotic suggestion reduces conflict in the human brain. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 102, 2005, S. 9978–9983, doi:10.1073/pnas.0503064102, PMC 1174993 (freier Volltext).
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cite-note-66. ↑ Hans-Christian Kossak: Hypnose. Ein Lehrbuch. Psychologie-Verlags-Union, Weinheim 1989, S. 27 f.
cite-note-77. ↑ François Roustang: Was ist das - die Hypnose? Hrsg.: Patricia Auer, Armin Weinrath. Turia + Kant, Wien/Berlin 2025
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cite-note-99. ↑ Tad James, Lorraine Flores, Jack Schober: Kompaktkurs Hypnose: Wie man PhĂ€nomene tiefer Trance hervorruft. Ein umfassender Leitfaden. Junfermann Verlag Paderborn 2007. S. 93.
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